Unsere paedagogische Philosophie

„Meine Kindheit war eine glückliche, wilde, lebendige, schöpferische und sinnerfüllte Zeit, deren Dichte ich ein Leben lang in mir wach werden lassen kann.“(Unser oberster Leitstern)

Jeder und jede von uns erinnert sich an wunderbare Momente aus seiner eigenen Kindheit. Wir möchten es Kindern ermöglichen, eine glückliche, wilde, lebendige, schöpferische und sinnerfüllte Zeit zu erleben. Um deren Dichte ein Leben lang wach werden zu lassen, leben wir vertrauensvolle Erziehungs- und Bildungspartnerschaft, ein Eintauchen in inniges Spiel und die Empfindung tiefer Freude.
Diese drei Fragmente bilden unser Fundament, das uns jeden Tag neu in der Begegnung mit Kindern und Erwachsenen inspiriert. Die Kinder tauchen tief ein, können ein Gefühl von Geborgenheit empfinden, sich öffnen und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt miteinander sein.
Vertrauen und Zutrauen ist eine wichtige Voraussetzung für ihr komplexes Wachstum und Erleben. „Komm, ich zeig Dir, wie man auf den Baum klettert“. Nach und nach erweitern sich Erfahrungs(frei)räume und das Kind erobert die weite Welt ein Stückchen mehr.

Bildungs- und Lerngeschichten

Wir arbeiten nach dem Konzept der Bildungs- und Lerngeschichten (nach M. Carr), das uns ermöglicht, frühkindliche Erfahrungs- und Lernprozesse aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, zu dokumentieren und darüber hinaus nächste Schritte zu wagen. In seiner einzigartigen Persönlichkeit ist jedes Kind willkommen und wird wahrgenommen.
Wir gehen davon aus, dass die Befähigung des Kindes, die es ermächtigt, zu lernen, zu wachsen und sich zu entwickeln, in Ganzheitlichkeit geschieht. Durch offene und wechselseitige Beziehungen mit Menschen, Orten und Dingen eignet sich das Kind die Welt an. Wie zeigen sich sein Interesse und sein Engagement? Auf welche Art und Weise hält es Herausforderungen und Schwierigkeiten stand? Wie erlebt das Kind sich als Teil von Lerngemeinschaften und übernimmt Verantwortung für sich und andere(s)? Und welche besonderen Ausdrucksweisen wählt es, um sich, seine Bedürfnisse, Ideen, Vorstellungen und Wünsche mitzuteilen?
Dieses Konzept der Lerndispositionen berücksichtigt den Beitrag des Kindes und die Bedeutung der situativen Bedingungen für sein Lernen gleichermaßen. Durch die Bewusstwerdung ihrer Lernprozesse (im wertschätzenden Dialog, in den Büchern der Kinder, in anderen Dokumentationsformen…) können Kinder immer wieder neue Theorien und Lerndispositionen entwickeln.
Diesen Weg des Wachstums und die damit verbundene Konstruktion unterschiedlichster Strategien begleiten wir mit Zutrauen und Vertrauen in die Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen des einzelnen Kindes. Wir ermutigen es, über sein sonstiges Lernen hinaus Erfahrungen zu machen.

Ein Tag in der Nikolausstrasse kann so aussehen…

08:00 Uhr Öffnung der Kindergruppe, Ankommen und Verabschieden
Offenes Frühstück, freies selbstaktives Spiel, kleinere Angebote
09:45 Uhr Morgenkreis für alle Kinder
10:15 Uhr Eroberung des Gartens, freies selbstaktives Spiel
Angebote und Projekt-Arbeiten
12:00 Uhr Glockenkreis für alle Kinder
„Schönemachen“ der Räume
12:30 Uhr Mittagessen mit Dank an Koch & Köchin (Elterndienst)
13:15 Uhr Zähneputzen
Ausruhen in kleinen Gruppen (Mittagsschlaf, ruhiges Spiel und Angebote)
14:45 Uhr Nachtisch im Freien
15:00 Uhr Freies selbstaktives Spiel im Garten, Angebote
16:00 Uhr Verabschiedung aus der Kindergruppe